Hapag-Lloyd kommt erfrischt aus der Krise
Die Hamburger Traditions-Reederei ist eine der größten Reedereien weltweit. Von der Wirtschafts- und Finanzkrise stark geschwächt, hatte sie mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen. Die Umsätze aus den letzten neun Monaten des Jahres 2010 sprechen allerdings wieder eine andere Sprache: Hapag-Lloyd hat sich von der Krise erholt und ist zurück – und das stärker als je zuvor.

Hapag-Lloyd setzt auf große Containerschiffe
Den Umsätzen der letzten neun Monate zufolge hat Hapag-Lloyd im Jahr 2010 das beste Ergebnis in der vierzigjährigen Firmengeschichte erzielt. Diese positive Entwicklung hat die Reederei veranlasst, gezielt in die Großcontainer-Schifffahrt zu investieren: Der Konzern orderte den Bau von gleich vier Großschiffen bei der koreanischen Werft Hyundai Heavy Industries. Jedes dieser Schiffe hat eine Kapazität für 13 200 Standardcontainer. Weitere sechs Aufträge aus dem Jahr 2008 wurden auf die gleiche Kapazität aufgestockt, um gezielt am Markt der Großcontainer-Schifffahrt mitzumischen. Alle Schiffe entsprechen den aktuellen Umweltanforderungen und werden voraussichtlich zwischen 2012 und 2013 fertiggestellt sein.
Ihren Einsatz finden die Schiffe im Rahmen der Grand Alliance im Fernostverkehr zwischen Europa und Asien. Die Grand Alliance ist ein Zusammenschluss zwischen der deutschen Hapag-Lloyd, der MISC Reederei aus Malaysia, der NYK Line mit Sitz in Japan und der OOCL Reederei aus Hong Kong. Ziele dieses Zusammenschlusses sind unter anderem eine flexible Routenplanung in der Containerschifffahrt, die Senkung von verschiedenen Aufwands- und Logistikkosten sowie eine schnellere Erreichbarkeit von Kunden.
Zurück aus der Krise
Nicht nur der Kauf von zehn großen Containerschiffen beweist, dass Hapag-Lloyd wieder zu alter Stärke zurückgekehrt ist. Der traditionelle Firmensitz am Hamburger Ballindamm, der im Zuge der finanziellen Krise des Konzerns verkauft werden musste, kann nun zurückgekauft werden. Und auch die Schulden in Höhe von 600 Millionen Euro kann der Konzern nun an seine Gesellschafter zurückzahlen.
Bildquelle: ralfgosch – iStockPhoto.com


10. Februar 2011 










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